Stille, die der Mensch ist

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Stille ist unbekannt. Vor Unbekannten haben wir Angst. Also logischerweise auch vor der Stille. Wir glauben, Stille tue weh. Wirft uns auf uns selber zurück – und wer will sich wirklich erkennen?

Wir sind nicht nur Gut – alle Facetten des Lebens sind in uns – das Schlechte, das Grausame, das Erniedrigende – aber auch das Schöne, das Gute, die Hoffnung und ganz besonders das allumfassende Wissen.

Am Tempel des Apoll in Delphi stand in der Antike für alle sichtbar folgender Spruch:

Gnothi Seauton – Erkenne Dich Selbst!

Ton ist überall. TV, Radio, Umgebungslärm. Manch einer meint, Stille ist gleichzusetzen mit Einsamkeit. Nur wenn um mich Ton oder Lärm ist, bin ich nicht einsam. Der Fernseher, das Radio, der PC, das Handy – alles gaukelt uns eine künstliche Welt vor.

Aber auch eine Welt ohne Ton ist nicht gleich Stille.

Stille ist nicht gleich Einsamkeit.

Wie können wir eigentlich mit uns einsam sein?

Stille ist beängstigend, unbekannt. Da ist etwas in uns, dass uns erzittern lässt. Aber wenn wir uns auf den Weg zur Stille machen – dann lernen wir, dass all diese Ängste nur die Angst und Furcht unseres Egos ist. Es will die Handlungsmacht über unser Selbst nicht verlieren. Aber unser Selbst, das ist die Stille. Und es ruft uns. Und dann heißt es: sich auf den Weg machen.

Die Stille ist das Flüstern der Seele – höre hin – lausche dem Wispern ….

Viele Techniken, viele Traditionen können uns auf diesem Weg begleiten. Aber alle führen in das Eine, in das Zentrum unseres Seins, unseres Selbst.

Es ist ganz spannend, dass gerade jetzt das Thema Stille immer wieder auf mich hereinprasselt. Ich immer „zufällig“ auf die Stille – in all ihren Variationen – hingewiesen werde. Durch meine Erkrankung bin ich lange Zeit am Tag alleine mit mir und meinen Gedanken. Ich nehme das als Aufgabe. Beschäftige Dich mit Dir – das sagt meine innere Stimme. Lerne, wachse und gedeihe.

In der letzten Woche war ich in meiner ersten Gruppen-Meditationsstunde zum Mantra singen von Kirtans. Es war ein sehr schönes Erlebnis – ich habe das erste Mal in meinem Leben Kirtans mitgesungen (ich muss aber dazu sagen, viele konnte ich doch mitsingen – ich bin leidenschaftlicher Krishna Das Hörer). Aber live und in Farbe ist es noch eine ganz andere Stimmung, eine ganz besondere Energie, die mit den gesungenen Wörtern in Sanskrit mitschwingen.

Einen Tag später stoße ich „zufällig“ auf ein Live-Video, indem ich das erste Mal über die Vipassana-Meditation höre. Silvia-Maria Engl berichtet dort über Ihre Erfahrungen mit dieser Art der Meditation. Sie erzählt sehr sympathisch und sehr leidenschaftlich über Ihre Erfahrungen, die sie mit einem 10-tägigen-Schweige-Mediationseminar auf dem Weg zu sich selbst gemacht hat. Der Samen ist gesetzt, das halte ich mir im Hinterkopf und werde mich bestimmt damit beschäftigen.

Kaum fange ich über die Stille nachzudenken, schon merke ich, wie essentiell dieser Gedanke, dieses Wort für mich ist. Ja, ich bin ein Suchender. Aber ich bin auch ein Finder!

Erkenne Dich Selbst – Werde wer Du bist!

Ich habe keine Angst vor der Stille. Ich habe keine Angst vor mir. Ich habe keine Angst vor dem dunklen Anteil meines Selbst. Ich höre auf das Flüstern meiner Seele.

Ich mache mich auf den Weg … komm mit!

Dazu passend eine Shivalaya Inspiration:

Stille ist Gott.

Stille ist die Grundsubstanz für Körper, Geist, Prana (Lebensenergie) und Sinne.

Stille ist der Hintergrund dieses Universums der Sinne.

Stille ist Stärke.

Stille ist eine lebendige Kraft.

Stille ist die einzige Wirklichkeit.

Der Frieden, der alles Verstehen übersteigt, ist Stille.

von Swami Sivananda, Göttliche Erkenntnis

Hier geht’s zum Online-Kolloquium Stille, die der Mensch ist, vom 08.11. – 12.11.2016. Teilnahme daran ist kostenlos! https://www.facebook.com/events/1637711086558665/

Hier geht’s zum YouTube Video von Silvia Maria Engl (sehr zu empfehlen): https://www.youtube.com/watch?v=D1z31oCIqnM

Deine Meinung ist mir wichtig. Ich freue mich auf Deinen Kommentar 🙂 

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