Yoga-Therapie mit MC … der Beginn!

Ihr Lieben …. 

Ich möchte hier aus der Sicht eines Betroffenen / Kranken schreiben und nicht aus der Sicht eines Therapeuten, Trainers oder sonstigen Lehrenden. Manches werde ich vielleicht falsch wiedergeben, aber ich bemühe mich, so authentisch wie möglich zu bleiben. Ich werde von meiner Motivation, aber auch von den Rückschlägen berichten, und was es sonst so mit meinem Körper macht. Vielleicht ist dieser Weg auch etwas für andere Betroffene und sie machen sich selbst auf ….

Ausgangspunkt:

Seit über drei Jahre bin ich an einem „fistulierenden und kortisonabhängigen Morbus Crohn“ erkrankt (innerhalb von zwei Jahren 6 x OP und 9 x Krankenhausaufenthalte).
Behandlung durch Remicade abgesetzt (nicht vertragen), Humira abgesetzt (Lungenembolie), zur Zeit alle 5 Wochen Entyvio-Infusion und Langzeit-Kortison.
Im letzten Jahr eine beidseitige, zentrale Lungenembolie, kurz vor dem Exodus. Durch das Kortison ist ein Cushing-Syndrom entstanden und jetzt auch eine ausgeprägte Osteoporose dazugekommen.

Das ist der Stand:

In den letzten Wochen schaffe ich noch nicht einmal mehr mein Ziel der 10.000 Schritte täglich. Durch die vielen verschiedenen Medikamente (gegen die Osteoporose tägliche Spritzen mit dem Medikament Forsteo) und den unterschiedlichen Nebenwirkungen, kann ich überhaupt nicht mehr sagen, welcher Schmerz, welche Erschöpfung, welche körperliche Erscheinung von was kommt. Es geht sicherlich noch schwächer und schlechter (muß es aber für mich nicht :-)).

  • Ich will etwas für mich tun und nicht alles nur mit mir geschehen lassen.
  • Ich will meine Lebensqualität zurückgewinnen.
  • Ich werde meine Selbstheilungskräfte aktivieren!

Früher – vor vielen, vielen Jahrzehnten – war ich erfolgreich im Leistungssport (Leichtathletik: Sprintstrecken bis 400m). Aber auch da habe ich das Dehnen und die leidlichen Einheiten im Gymnastik schon gehasst. Und jetzt Yoga? Ich bin gespannt ….

Erste Yoga-Therapie-Einheit 90 Min

Vor der ersten Therapiestunde:
Den ganzen Tag geht es mir schlecht. Trotz starker Schmerzmedikamente habe ich starke Schmerzen und Krämpfe, schmerzenden Knochen, ein Entzündungsgefühl im ganzen Körper, Atemprobleme, Zittrigkeit (innere Unruhe) und Schwindel. Dazu Übelkeit und Unterbauchschmerzen. Dadurch liege ich fast den ganzen Tag. Seit einigen Stunden denke ich darüber nach, ob ich die Therapiestunde nicht absagen sollte. Aber ich entschließe mich, das nicht zu tun. Warum gehe ich dahin? Weil ich krank bin und eine Therapie brauche. Also sage ich nicht ab.

Nach der ersten Therapiestunde:
Leute, ich fühle mich besser! So mies und schmerzhaft der ganze Tag war, so ist der Abend ganz anders und energiegeladener.

Ich habe sehr viele Informationen erhalten (da werde ich sicherlich noch oft nachfragen …), Hintergründe und geschichtliche Aspekte. Heute ging es um das erste richtige Atmen (Bauchatmung – Pranayama), den richtigen Yogastand und erste Übungen auf dem Stuhl (ich kann noch keine Übungen auf der Matte machen). Ein erstes Annähern an die Thematik Yoga und natürlich das gegenseitige Kennenlernen (Yoga-Therapeut / Patient). In den nächsten 3 – 5 Wochen erstellen wir einen Trainingsplan für mich, damit ich täglich zu Hause weitermachen kann.

Davon berichte ich Euch natürlich auch gerne weiterhin …

Euer Huggl … auf der Suche nach dem Selbst 🙂 

P.S. Vor der ersten Therapiestunde habe ich mich natürlich mit meinem Yoga-Lehrer getroffen und eine ausführliche Anamnese (ähnlich wie bei Heilpraktikern) durchgeführt. Das ist natürlich ganz wichtig und will ich hier nicht vergessen zu berichten.


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