Was ist Würde?

„Was ist eigentlich diese Würde?“
„Was für ein Mensch möchte ich sein?“
„Wie sieht ein würdevolles Leben aus?“

Dies sind grundsätzliche, zentrale und gesellschaftliche Fragen – die jeder von uns sich irgendwann einmal stellen sollte. Nicht „Was willst Du werden“, sondern „Was willst Du sein“ und „was willst Du für Dich und Deine Umwelt bewirken?“ Diese Frage steht im Mittelpunkt unseres Lebenslehrens.

Ich bin der Meinung, dass diese Fragestellungen vom Kindergarten bis zum Studium in verschiedenen Formen behandelt werden sollten. Es geht nicht darum, eine einheitlich und genormte Antwort zu finden – wie es heute so gerne gewünscht wird, sondern durch die Fragestellung unseren inneren Würdekompass anspringen zu lassen. Unser Selbstbewusstsein auszubauen, damit wir in unserem Leben so leben, wie wir es wirklich möchten.

Wenn wir unser Inneres anschauen, dann werden wir sehen, dass ein würdevolles Leben ein Teil eines Lebenszweckes (oder „-Sinnes“) ist. Warum handeln wir aber dann oft nicht nach unserem Inneren? Warum können wir das, was da steht, nicht so einfach lesen? Wollen wir wirklich keine Selbstdenkenden, unabhängig agierende und bewusste Menschen um uns haben? Ich weiß, dass kann manchmal ziemlich anstrengend sein. Es ist einfacher vor sich hinzuleben, der Werbewirtschaft unser Dasein in die Hand zu geben, denn die wissen ganz genau, was wir brauchen! Ganz sicher! Oder die Banken und Versicherungen wissen ziemlich genau über uns Bescheid (auch wenn wir das eigentlich nicht möchten) und bieten uns genau das an, was wir zu diesem Zeitpunkt unbedingt meinen brauchen zu müssen. Wir müssen nicht mehr denken. Danke an die Bank und Versicherung meines Vertrauens. Dank an die Werbewirtschaft, die durch so viele uneigennützigen Studien uns endlich gläsern gemacht haben. 

Und die Politik? Die Politik hat große Angst vor Selbstbewussten, unabhängigen Menschen. Das ist nicht gut einschätzbar. Da kann keine gute und treue Wählerschaft erwartet werden. Und wie steht es mit unserem Werte- und Gesellschaftssystem?

Wir können Würde nicht mit materiellen Reichtum gleichsetzen. Nur weil ich „Reich an Geld und Eigentum“ bin, führe ich kein würdevolles und glückliches Leben. Aber das Ziel, diese Lebensform zu erreichen – Reichtum ohne Würde – wird uns gerne von der Gesellschaft als höchstes erstrebenswertes Ziel eingeredet. Was brauchen wir wirklich. Wenn wir die richtigen Fragen stellen, bzw. immer weiter unsere erst platten Antworten hinterfragen; dann wird nicht die Ergebnis heißen: ein tolles Haus mit riesigen Garten, das spezielle Auto mit den xxx PS, sondern das schwindende Gefühl von Glück sein. Auch wenn es nur ein kleines, kurz vorbeihaschendes Gefühl ist – wenn wir es einmal gespürt haben, werden wir danach süchtig. Aber wenn wir es erst am Ende unseres Lebens spüren, dann wird uns erst klar, was wir alles versäumt haben. Und jetzt kommt ein ganz komischer und seltsamer Gedanke: Und wenn wir unser glückloses Leben sofort beenden (hapless life suicide) und beschließen, ab sofort in Würde zu leben?

Was bedeutet Würde für Dich? Was bedeutet Glück für Dich? Wie können wir gemeinsam auf den Wege zu Deinem Glück gehen? Am Ende unsere Lebens wollen wir alle ein glückliches Leben gelebt haben. Nicht ein reiches, nicht ein „erfolgreiches“ – beruflicher, materieller Erfolg ist nur ein scheinbar gesellschaftlich wichtiger Aufstieg. Bitte glaubt mir – es zählt am Ende nichts. Am Ende bleibt nur das Gefühl von Leere – weil wir unserem persönlichen Lebensziel nicht gefolgt sind, weil das vermeintliche Glück war nur ein Glück aus der Matrix. Wie Selbstbestimmt konnten wir unser Leben führen? Oder wie Fremdbestimmt haben wir unsere Zeit verbracht?

Ein weiterer Gedanke von Prof. Hüther: wenn wir in Würde leben, dann lassen wir uns nicht von einer würdelosen Werbung verführen. Wenn Du glücklich bist, musst du nichts kaufen. Ich kann bestätigen, dass ohne materiellen Besitz, ein viel glücklicheres Leben möglich ist. Ich fühle mich heute glücklicher, als vor vielen Jahren, in denen ich mich für den Besitz (und die Sorge um diesen) scheinbar verbogen habe, ohne aber dessen bewusst zu sein. Aus heutiger Sicht war ich ein unglücklicher Mensch.

Heute leben wir am Ende des Monats oft sehr an der finanziellen Grenze – trotzdem können wir uns all das leisten, was wir wirklich brauchen. Heute lebe ich mit  starken Schmerzen und einer lästigen chronischen Erkrankung. Aber trotzdem darf ich sagen: so glücklich wie jetzt, war ich noch niemals zuvor. Ich darf endlich die Dinge machen, die ich immer schon tun wollte. Trotz einer Fremdsprachen-Legasthenie (und es fällt mir wirklich schwer), frische ich mein Schulenglisch auf, lerne zur gleichen Zeit Französisch und beschäftige mich täglich mit Philosophie und anderen geisteswissenschaftlichen Themen, die mich fordern. Ich habe mir noch viel mehr vorgenommen um mich zu bilden – ich will das „Mensch-sein-spüren“. Das ist mein Glück!

Ich weiß ganz sicher, wenn wir über das Thema Würde nachdenken, kommen wir irgendwann auf einen gemeinsamen Nenner. Dafür ist diese Facebook-Seite da – um Euch zu informieren und Eure Gedanken zu hören. Und dazu ist die Göttinger Würde-Gruppe da, um an diesem Gedanken weiter zu arbeiten und sich auszutauschen. Ihr seid herzlich willkommen, mitzumachen! Vielleicht nur für ein kurzes persönliches Glück. Daraus wird aber gesellschaftliches Glück folgen. Lasst uns darüber sprechen und lasst uns glücklich sein. Jeder auf seiner Art.

© Holger Pangritz, Pfingsten 2018


FB-Seite Würdekompass Göttingen: https://www.facebook.com/Wuerdevoll/

FB-Gruppe Würdekompass Göttingen: https://www.facebook.com/groups/1812270452409510/?ref=bookmarks

https://utopia.de/gerald-huether-hirnforscher-das-leben-besteht-nicht-darin-sich-irgendwelche-konsumbeduerfnisse-zu-erfuellen-51507/

#Würdekompass

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Wo sind die heutigen Antworten der Philosophie?

Unter dem Titel: Zeige was Du weisst, anstatt davon zu erzählen findet man auf Seite 345 des Buches „Der tägliche Stoiker“ von Ryan Holiday folgenden Einstieg von Epiktet und eine Erklärung von Herrn Holiday – seinem Versuch die Gedanken der Stoa in unser heutiges Denksystem zu übersetzen.

„Wer die reine Theorie nur schlucken soll, will sie gleich wieder ausspeien, so wie ein verstimmter Magen das Essen. Verdaue deine Theorien zuerst und du wirst dich nicht übergeben müssen. Sonst bleiben sie roh und sind nicht nahrhaft. Wenn du sie verdaut hast, zeige, wie dich deine durchdachten Entscheidungen verändert haben, so wie die Schultern von Turnern auf ihr Training schließen lassen, und die Arbeiten von Kunsthandwerkern auf das, was sie gelernt haben.“
Epiktet, Lehrgespräche, 3.21.1-3

Viele der stoischen Aphorismen kann man sich leicht merken, es sind kluge Zitate. Aber darum geht es bei der Philosophie nicht. Das Ziel ist es, die Worte in Taten umzusetzen. Wie Musonius Rufus betonte, rechtfertigt sich die Philosophie dann, wenn „man vernünftige Lehren mit vernünftigen Handlungsweisen verknüpft“.
Solltest du dich heute oder wann auch immer dabei ertappen, dass du herablassend dein Wissen zum Besten geben willst, halte inne und frage dich: Statt es in Worte zu fassen, wäre es nicht besser, mein Wissen anhand von Taten und Entscheidungen für sich sprechen zu lassen?

aus „Der tägliche Stoiker – 366 nachdenkliche Betrachtungen über Weisheit, Beharrlichkeit und Lebensstil“ von Ryan Holiday. 

Ich arbeite jeden Tag einen kurzen Text in diesem Buch durch. Dazu schreibe ich meine Gedanken auf, welche ich heute gerne mit Euch teilen möchte: 

Wie sieht es tatsächlich mit dem Ziel der heutigen Philosophie aus? Leider sind die heutigen Philosophen schon durch Ihr Studium anscheinend völlig abgehoben und leben in einem Elfenbeinturm und fragen sich eben dabei nicht, ob sie von der Allgemeinheit überhaupt noch verstanden werden. Es scheint, sie sprechen lieber in Worte und Sätzen die nur wenige verstehen, als ob sie Angst hätten, das in Wahrheit Ihre Worte nur hohle Phrasen sind.

Ich frage mich: Wo sind die heutigen Antworten der Philosophie auf die wirklich drängenden Fragen der Zeit? Ich suche sie – aber ich lese nichts davon. Als ob die Philosophie mit Heidegger aufgehört hat zu existieren. Aber gerade jetzt benötigen wir Antworten auf immens existentiellen Fragen. Wie können wir den großen gesellschaftlichen Wandel verarbeiten, der vor uns liegt. Die Wirtschaft und die Gesellschaft wird sich durch die neuen Techniken, aber auch durch die Verknappung der Rohstoffe rasend schnell ändern. Unsere Natur wird immer knapper werden und die Katastrophen werden immer extremer zunehmen. Dann die Themen über die künstliche Intelligenz und Arbeit 4.0, die Integration von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und eigener Geschichte, eine alternde Gesellschaft und den wechselnden Bedürfnissen.

Die Philosophie als Wissenschaft muss für den Menschen da sein und existiert nicht wegen seinem Selbst. Wenn sie nur für sich da wäre, können wir; müssen wir sogar von einer toten Wissenschaft sprechen. Ungefähr wir bei der lateinischen Sprache – eine Sprache die sich nicht mehr verändert, da sie tot ist. Eine Wissenschaft die nur noch Fragen aus der Vergangenheit beantwortet und sich nicht mehr neuen Herausforderungen stellt, ist demnach für mich eine tote Wissenschaft (Entschuldigung an die Geschichtswissenschaften – aber sie bekommt täglich auch neue Grundlagen zum studieren dazu, also ist sie nicht tot).

Dem einzigen Philosophen in der heutigen Zeit – der aus dem deutschsprachigen Elfenbeinturm herabgestiegen ist – ist Richard David Precht. Damit hat er der Philosophie einen Dienst erwiesen – sozusagen wieder etwas beatmet und belebt.
Von den anderen Philosophen lese ich leider nur, gelinde gesagt, substanzlose Kritik über Herrn Precht – aber ich sehe keinen Mut, selber in die „Büt“ zu gehen, selber den Versuch zu unternehmen UNS die heutige Philosophie zu erklären und UNS einen moralischen Weg aufzuzeigen. Die Philosophie kann nicht ins Gestern denken, sondern sie muss sich der Zukunft stellen.

Gibt es denn an unseren Universitäten keinen Mut mehr sich an die heutigen Fragen von der philosophischen Seite heran zuarbeiten? Unsere Gesellschaft verliert immer mehr seine Bindung zur Religion und dem Glauben an die Wirtschaft. Wer füllt dieses Vakuum? Wer hilft dem Einzelnen, seinen inneren Kompass zu finden … und zu folgen? Müssen wir erst wieder auf die extremen Seiten (ob links, ob rechts) warten, die mit möglichst einfachen Antworten unseren Durst nach innerer Richtung erfüllen?

Auch unsere heilige Wirtschaftsgläubigkeit weicht einem seltsamen Gefühl. Wir stellen fest, dass der wirtschaftliche Erfolg nicht gleichzusetzen ist mit Glück. Dass großer materieller Reichtum nichts zu tun hat mit dem Erreichen von innerer Zufriedenheit. Es bleibt bei uns allen nur ein fahler, sinnloser Beigeschmack, den wir auch mit viel Drogen nicht beseitigen können.

Ich bin kein Philosoph.

© Holger Pangritz – Huggl – Göttingen, 03.05.2018


Mehr zur Epiktet: Handbüchlein der Moral  und hier mehr zu „der tägliche Stoiker“ von Ryan Holiday 

begleitendes Sterbefasten und die Liebe zum Leben!

Es ist kein Geheimnis mehr, dass ich mich nun auch politisch für das Leben einsetze. Am 01. April durfte ich das erste mal einen Parteitag besuchen – den ersten Bundesparteitag der V-Partei³ in Weimar. Es war für mich hoch interessant und ich nehme viel Motivation und neue tolle Eindrücke mit zurück nach Hause.

Neben der Überarbeitung des Parteiprogrammes gab es mehrere Initiativanträge zu den verschiedensten Themen. Im Großen und Ganzen finde ich das beschlossene Programm sehr gelungen – ich kann nicht hinter jedem Punkt und Komma stehen – aber zu 96,5 % des Inhaltes sage ich sehr gerne ganz laut JA. Bei allem guten Willen – das finde ich in anderen Parteiprogrammen nicht.

Mit einem Antrag zum Thema Sterbefasten, der von Barbara Rütting gestellt wurde, fühle ich mich tief verbunden. Zu diesem Antrag gab es 100 % Zustimmung (das geht nicht nur in der SPD):

Begleitendes Sterbefasten

Gestorben wird Zuhause – Ja zum begleitenden Sterbefasten!

Gerade weil wir das Leben lieben fordern wir das Recht auf ein Sterben in Würde. Sterbefasten bedeutet, freiwillig auf Nahrung und Flüssigkeit zu verzichten, um den eigenen Tod herbeizuführen. Dafür brauchen wir ein Gesetz, das den Beteiligten Schutz und Rechtssicherheit gewährt.

Ärzten und Pflegepersonal muss es erlaubt sein, Schwerstkranke und Sterbende beim Sterbefasten zu begleiten, statt den Sterbeprozess, wie das inzwischen üblich ist, durch lebensverlängernde Maßnahmen qualvoll für den Patienten, aber mit Riesengewinnen für Pharmakonzerne und Co hinauszuzögern. Für viele Menschen bedeutet die Möglichkeit des begleitenden Sterbefastens einen großen Trost.

Mit emotionalen und erklärenden Worten vertrat Barbara Rütting diesen Antrag im Plenum. Sie sprach von der schweren und langwierigen Pflege Ihrer Mutter, aber berichtete auch über das große Geschäft der Pharmaindustrie mit dem Tod. Auch von sogenannten Koma-WG’s, in denen die im Koma liegenden Menschen – die ohne Zukunft vor sich hinvegetieren – war die Rede. Das Sterben wird zu einem lukrativen Geschäft (pro Bett, pro Monat 35.000 Euro) gemacht, nur weil keine Patientenverfügung vorhanden oder „gefunden“ wurde.

Ich glaube den Worten von Frau Rütting – auch wenn es in mir alles schüttelt und ekelt. Wie sehr können wir das Leben noch pervertieren? Ist uns denn nichts mehr heilig?All das geschieht weit weg von uns, da wir das Alte, das Sterben (Altersheime, Koma-WG), das Kranke, das Behinderte, das nicht der Norm entsprechende, aber auch die tägliche Qual an unseren Mitlebewesen (Massentierhaltung, Tierversuche, Qualzuchten, Schlachtungen) ganz weit weg von uns schieben. Wir wollen das nicht in der Mitte unseres, ach so glorreichen und so tollen Lebens sehen. Mir kommt das vor wie das beliebte Kleinkinderspiel: Was ich nicht sehe, ist auch nicht da. Dieses so beliebte Spiel funktioniert auch im Erwachsenenalter. Aber hier spielen es nicht die Eltern mit ihren Kindern, sondern die Pharmaindustrie und Politik mit uns allen.

Warum verschließen wir nur unsere Augen?

Auch durch meine persönliche Geschichte musste ich mich mit dem Sterben auseinandersetzen. Was will ich, wie soll mit mir verfahren werden, wenn ich mich nicht mehr äußern kann. Barbara Rütting empfiehlt für jedes Alter eine Patientenverfügung. Dem kann ich nur zustimmen – aber trotzdem bleibt dabei immer die große Unsicherheit. Und hier fehlt mir tatsächlich das Vertrauen. Wie muss ich mich äußern, damit nun wirklich mein Wille erfüllt wird? Und nicht von mir gut gemeinte Formulierungen das Gegenteil bewirken. Ich bin mir sicher: Diese Unsicherheit ist bei vielen vorhanden. Die Angst vor der falschen Formulierung, vor dem Missverstehen. Aber auch vor weiteren verunsichernden Gerichtsurteilen, die da noch folgen werden.

Gegen diese Unsicherheit müssen wir etwas tun.

Denn eins weiß ich: im Gegensatz zu einer Alten-WG kann ich mir eine Koma-WG überhaupt nicht vorstellen. Das kann nicht und darf niemals unser Schicksal für dieses Leben sein! Wir müssen das Sterben wieder in die Mitte unserer Gesellschaft holen. In jeder Kultur ist es so, dass die Menschen am Ende ihrer Tage das Essen und Trinken einstellen. Nur in unserer Gesellschaft werden wir dazu gezwungen und Zwangsernährt. Das ist Körperverletzung – das ist die Verletzung an unserem Leib und Seele, gegen die wir uns alle wehren müssen. Wir alle müssen aufstehen!

Ich liebe das Leben. Dieser Satz ist so schlicht, aber es steckt doch so viel programmatisches in ihm. Wenn wir das wirklich ernst nehmen und diesen Satz in unserem Leben zulassen und in unserer Gesellschaft integrieren, es zulassen, dass die Liebe durch alles fließt, was uns wichtig ist, dann haben wir den einen großen Schritt getan, für den wir hier sind. Ja, für den wir bestimmt sind! Du suchst nach Deiner Bestimmung? Liebe das Leben! Und das allumfassend!

Mehr braucht es nicht! Unser gestern beschlossenes Programm (das in einem fließenden, sich immer weiter entwickelnden Prozess ist) wird von diesem einen Satz bestimmt und durchdrungen: Wir lieben das Leben!

Ich liebe das Leben! Niemand darf über den Wert des Lebens urteilen – niemand darf es entwerten und sich zu einem „Herrn“ über Leben und Tod machen. Nur so bewahren wir die Schöpfung.

Barbara Rütting, Parteitag V-Partei in Weimar 01.04.17

Weitere Infos findet Ihr hier:

http://www.sterbefasten.de/

https://v-partei.de/1-bundesparteitag-beschliesst-wahlprogramm-2017/

https://v-partei.de/barbara-ruetting-tritt-in-die-v-partei%C2%B3-ein/

https://www.facebook.com/Pangritz.VPartei/?fref=nf

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Stille, die der Mensch ist

http://blog.stille-die-der-mensch-ist.com/blogparade-stille/

Stille ist unbekannt. Vor Unbekannten haben wir Angst. Also logischerweise auch vor der Stille. Wir glauben, Stille tue weh. Wirft uns auf uns selber zurück – und wer will sich wirklich erkennen?

Wir sind nicht nur Gut – alle Facetten des Lebens sind in uns – das Schlechte, das Grausame, das Erniedrigende – aber auch das Schöne, das Gute, die Hoffnung und ganz besonders das allumfassende Wissen.

Am Tempel des Apoll in Delphi stand in der Antike für alle sichtbar folgender Spruch:

Gnothi Seauton – Erkenne Dich Selbst!

Ton ist überall. TV, Radio, Umgebungslärm. Manch einer meint, Stille ist gleichzusetzen mit Einsamkeit. Nur wenn um mich Ton oder Lärm ist, bin ich nicht einsam. Der Fernseher, das Radio, der PC, das Handy – alles gaukelt uns eine künstliche Welt vor.

Aber auch eine Welt ohne Ton ist nicht gleich Stille.

Stille ist nicht gleich Einsamkeit.

Wie können wir eigentlich mit uns einsam sein?

Stille ist beängstigend, unbekannt. Da ist etwas in uns, dass uns erzittern lässt. Aber wenn wir uns auf den Weg zur Stille machen – dann lernen wir, dass all diese Ängste nur die Angst und Furcht unseres Egos ist. Es will die Handlungsmacht über unser Selbst nicht verlieren. Aber unser Selbst, das ist die Stille. Und es ruft uns. Und dann heißt es: sich auf den Weg machen.

Die Stille ist das Flüstern der Seele – höre hin – lausche dem Wispern ….

Viele Techniken, viele Traditionen können uns auf diesem Weg begleiten. Aber alle führen in das Eine, in das Zentrum unseres Seins, unseres Selbst.

Es ist ganz spannend, dass gerade jetzt das Thema Stille immer wieder auf mich hereinprasselt. Ich immer „zufällig“ auf die Stille – in all ihren Variationen – hingewiesen werde. Durch meine Erkrankung bin ich lange Zeit am Tag alleine mit mir und meinen Gedanken. Ich nehme das als Aufgabe. Beschäftige Dich mit Dir – das sagt meine innere Stimme. Lerne, wachse und gedeihe.

In der letzten Woche war ich in meiner ersten Gruppen-Meditationsstunde zum Mantra singen von Kirtans. Es war ein sehr schönes Erlebnis – ich habe das erste Mal in meinem Leben Kirtans mitgesungen (ich muss aber dazu sagen, viele konnte ich doch mitsingen – ich bin leidenschaftlicher Krishna Das Hörer). Aber live und in Farbe ist es noch eine ganz andere Stimmung, eine ganz besondere Energie, die mit den gesungenen Wörtern in Sanskrit mitschwingen.

Einen Tag später stoße ich „zufällig“ auf ein Live-Video, indem ich das erste Mal über die Vipassana-Meditation höre. Silvia-Maria Engl berichtet dort über Ihre Erfahrungen mit dieser Art der Meditation. Sie erzählt sehr sympathisch und sehr leidenschaftlich über Ihre Erfahrungen, die sie mit einem 10-tägigen-Schweige-Mediationseminar auf dem Weg zu sich selbst gemacht hat. Der Samen ist gesetzt, das halte ich mir im Hinterkopf und werde mich bestimmt damit beschäftigen.

Kaum fange ich über die Stille nachzudenken, schon merke ich, wie essentiell dieser Gedanke, dieses Wort für mich ist. Ja, ich bin ein Suchender. Aber ich bin auch ein Finder!

Erkenne Dich Selbst – Werde wer Du bist!

Ich habe keine Angst vor der Stille. Ich habe keine Angst vor mir. Ich habe keine Angst vor dem dunklen Anteil meines Selbst. Ich höre auf das Flüstern meiner Seele.

Ich mache mich auf den Weg … komm mit!

Dazu passend eine Shivalaya Inspiration:

Stille ist Gott.

Stille ist die Grundsubstanz für Körper, Geist, Prana (Lebensenergie) und Sinne.

Stille ist der Hintergrund dieses Universums der Sinne.

Stille ist Stärke.

Stille ist eine lebendige Kraft.

Stille ist die einzige Wirklichkeit.

Der Frieden, der alles Verstehen übersteigt, ist Stille.

von Swami Sivananda, Göttliche Erkenntnis

Hier geht’s zum Online-Kolloquium Stille, die der Mensch ist, vom 08.11. – 12.11.2016. Teilnahme daran ist kostenlos! https://www.facebook.com/events/1637711086558665/

Hier geht’s zum YouTube Video von Silvia Maria Engl (sehr zu empfehlen): https://www.youtube.com/watch?v=D1z31oCIqnM

Deine Meinung ist mir wichtig. Ich freue mich auf Deinen Kommentar 🙂 

Zwanzig Jahre Reiki oder eine Wiederentdeckung des SEINS.

Wenn ich so die Zeit Revue passieren lasse: vor etwas mehr als 20 Jahren wurde ich in den I. Grad Reiki eingeweiht, mit einer Wartezeit danach in den 2. Grad und im Mai 1997 in den Meister- und Lehrergrad. 20 Jahre! Was für eine lange Zeit – wie im Fluge vergangen.

Ich möchte die Erfahrung mit Reiki nicht missen und ich habe es niemals bereut. Was und wie würde ich heute ohne Reiki sein oder denken?

Dazu gibt es natürlich keine Antwort – der Weg ist beschritten.

Rückblickend war es schon ein steiniger Weg – auch wenn ich das oft sehr gerne verdrängt und vergessen habe. Ich musste vieles erlernen. Sehr viel, verdammt viel – und das manchmal auf einer schmerzhaften und schwierigen Art. Oft war ich kurz vor der Verzweiflung und manchmal war es auch ziemlich dunkel um mich. Aber immer wieder öffnete sich rechtzeitig ein neuer Weg, eine neue Möglichkeit aus der Stumpfheit herauszukommen. Es hört sich sicherlich jetzt schmalzig an, aber alles was geschah, war immer auch eine Chance. Schicksal als Chance, so wie es Thorwald Dethlefsen oder Dr. Dahlke in ihren Büchern immer wieder beschrieben haben.

Reiki hat einen großen Anteil an meiner Entwicklung und an meinem Leben.

Ich habe auch immer wieder zur rechten Zeit einen dezenten Hinweis erhalten, mich mit einigen Dingen zu beschäftigen. So stoße ich vor ein paar Tagen bei Facebook auf einen wunderbaren Text von Walter Lübeck:

Das Universum ist ein Ozean des SEINS.
Die Zeit durchläuft den Ozean wie eine Welle.
Der höchste Punkt der Welle ist die Gegenwart.

Dort bist Du und gestaltest Dein Schicksal – Eigenverantwortung
Dort nimmst Du war, was in Dir und um Dich geschieht – Bewusst-Sein
Dort spürst Du Deine Anbindung an den Ozean und Deinen besonderen einzigartigen Platz (Individualität) darin, den Dir niemand nehmen kann – diese bewusste Anbindung an Beides zusammen erfüllt Dich mit – Liebe…

Denn Du bist mit dem vereint, was ist.
Was Dich an den Ozean anbindet ist – Reiki…
Walter Lübeck

Eigenverantwortung! Bewusst-Sein! Individualität! Liebe!

Worte die anklingen, Themen die uns alle angehen. Damit müssen wir uns in unserem Leben beschäftigen. Wir schwimmen mitten im Universum und fühlen uns oft orientierungslos. Aber zur Orientierung helfen uns viele Techniken und Erfahrungen aus den unterschiedlichsten spirituellen Richtungen. Du musst es nur zulassen.

Meine Orientierung ist das Reiki – Bewusst oder Un-Bewusst. Es war immer Reiki.

Das erste Buch über Reiki, das ich gelesen habe, war 1995 das Buch „Rainbow Reiki“ von Walter Lübeck. Viele Bücher folgten. Dieser Text zeigt mir wieder wie Bewusst ich Reiki wahrnehmen kann und was es für mich wirklich bedeutet. Diese Anbindung, die wir erhalten, diese Anbindung ist wahre Liebe und ein Gottesgeschenk.

Und dafür bin ich dankbar!

Vielen Dank für die letzten zwei Reiki-Jahrzehnte. Es werden viele dazu kommen, bei denen ich noch viel mehr zu lernen und sicherlich auch etwas zu geben habe.

Wie immer – es bleibt spannend!

In diesem Sinne … mein Herz kennt die Antwort …

Om Varunam Namah

… Ich lebe im Einklang mit dem Universum!

Vielen Dank, lieber Walter Lübeck, dass ich Deinen Text verwenden durfte.

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