Über mich :-)

Warum mache ich diesen Blog? Um mich selber auszuprobieren, Neues zu lernen … sozusagen um anderes Terrain als bisher zu betreten. Vorgehabt habe ich eigentlich nur kleine Fingerübungen. Malen, Schreiben, Kreativ sein. Mein Leben lang wollte ich das, aber es gab immer Ausreden dafür, es nicht zu sein. Keine Zeit. Job zu wichtig. Alles andere ist zu wichtig.

Ich will diesen Blog nicht auf einen langen, endlosen Bericht über Krankheit reduzieren. Das will ich nicht und das bin ich auch nicht. Aber um zu verstehen, warum ich auf dem Weg zu mir Selbst bin, und du vielleicht auch Bock hast mitzukommen, erwähne ich kurz meine Krankheitsgeschichte.

Seit September 2013 bin ich an einem fistelierenden, stereoidabhänigegen (Kortison) Morbus Crohn erkrankt. Innerhalb von zwei Jahren wurde ich 6 x operiert und durfte 9 Krankenhausaufenthalte genießen. Es heißt, man stirbt nicht an Morbus Crohn. Aber die Folgeerkrankungen … Aufgrund des MC überlebte ich im letzten Jahr eine beidseitige, zentrale Lungenembolie. Durch das Kortison ist die Chemie in meinem Körper durcheinander geraten. Eigentlich ist alles durcheinander. Ein ausgeprägtes Cushing-Syndrom ist die Folge. Seit kurzem weiß ich, dass ich mir auch eine ausgeprägte Osteoporose (Knochenschwund) in der Wirbelsäule mit einem hohen Frakturrisiko eingefangen habe. Irgendwie auch alles ausgeprägt 🙂

Das alles ist nicht wirklich schön. Trotzdem versuche ich mich so viel wie möglich zu bewegen, genieße die frische Luft, die Sonne – und verdammt noch mal – wer aufgibt, hat schon verloren! 

Und ich beschäftige mich gedanklich mit Dingen, die mir schwer fallen. Ich will meinen Kopf fit halten und nicht in die Depri-Falle gehen.

Deswegen schreibe ich in diesem Blog über das Eine und das Andere. Natürlich immer subjektiv, aus meiner reduzierten Sicht.

Jetzt habe ich eine Yoga-Therapie begonnen. Ich bin 1968 als 6-Monats-Kind auf die Welt gekommen und habe das Dank der 24-Stündigen Pflege einer katholischen Nonne überlebt. Den körperlichen Rückstand konnte ich erst als 15-jähriger Jugendlicher einholen – und das ausschließlich mit Sport (erfolgreich im Leistungssport Leichtathletik – Sprintstrecken, Hochsprung, Weitsprung). Im Beruf hat das aber leider alles sehr nachgelassen – bzw. ich habe es sehr, sehr vernachlässigt.

Und jetzt Yoga? Ich verknote mir schon beim hinsetzen die Beine. Und durch das Kortison habe ich viele, viele Kilos zuviel. Und trotzdem: Ich habe eine Möglichkeit gefunden und möchte das ausprobieren. Darüber werde ich im Laufe der Zeit berichten – und vielleicht macht es auch anderen Mut. Es gibt so viele Menschen, die aufgrund ihrer Krankheit allein gelassen sind. Lasst uns zusammen auf den Weg machen.

Wie alt: Psst …. ich glaube …, aber nicht weitersagen ….

Aktuelles Bild? Die Fotos werden irgendwie nie was, und hässliche Fotos gibt es von mir genug.

Und warum huggl? Diesen Spitznamen habe ich aufgrund eines Films, ich glaube mit David Bowie: die Reise ins Labyrinth. Dort gab es eine Figur: Huggl – der Wächter des Moores des ewigen Gestankes. Das fand die Familie & Freunde wohl sehr lustig und passend für mich.

Ich bin absoluter Blog-Anfänger. Also bitte verzeiht mir den einen oder anderen Fehler.

So, das war es … Euer Huggl (Holger Pangritz)

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